Eines der größten Seefahrtabenteuer aller Zeiten erwacht nun zu neuem Leben...

Das TAHITI-BOUNTY Projekt

Ziel des Projekts ist es, mit einer neuen, nach den Originalplänen gebauten BOUNTY in der paradiesischen Inselwelt um TAHITI wie vor 200 Jahren Segel zu setzen und auf große Fahrt zu gehen.

Initiator:

BOUNTY Projekt Management GmbH
Kirchstraße 110
46539 Dinslaken
Tel. 02064 - 826245
Fax 02064 - 829718
bountyclub@aol.com

Informationsstand 30.12.2004

Die Unternehmensidee
Die weltberühmte Meuterei auf der BOUNTY ist ein historisches Ereignis, das als eines der größten Abenteuer in die Geschichte der Seefahrt einging. Seit über zweihundert Jahren sind die Menschen in aller Welt fasziniert von der BOUNTY, die den Stoff lieferte für Tausende von Büchern und fünf Kinofilme mit den bekanntesten Schauspielern ihrer Zeit. Die BOUNTY wurde somit zum wohl bekanntesten Segelschiff der Welt.
Tahiti bekam insbesondere durch die Geschichte der Meuterei auf der BOUNTY einen besonderen Mythos, und belebt heute weit mehr als andere Inselgruppen im Südpazifik den Traum vom Südseeparadies. Das TAHITI BOUNTY Projekt bildet nun die perfekte Symbiose aus dem berühmten BOUNTY-Abenteuer und dem paradiesischen Reiseziel Tahiti. Eine Kreuzfahrt mit der TAHITI BOUNTY in der Inselwelt Französisch Polynesiens lässt die Geschichte wieder lebendig werden und ist eine konkurrenzlose Attraktion auf höchstem Niveau.

Die Zielregion
Tahiti, die "Perle der Südsee", erfreut sich seit Beginn der 60er Jahre kontinuierlich steigender Tourismuszahlen. Jährlich locken die spektakuläre Landschaft, das angenehme Klima, die mystische Vergangenheit und die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Einheimischen etwa 200.000 Besucher aus aller Welt an, insbesondere aus Europa, Japan und den USA. Die Attraktivität dieses Südseeparadieses machte Tahiti, zu denen auch die Inseln mit den klangvollen Namen Moorea und Bora Bora gehören, zu einer der exclusivsten Reisedestinationen der Welt.

Der Markt
Der enorme Bekanntheitsgrad der Geschichte der Meuterei in aller Welt, der historische Bezug des Schiffes zu Tahiti und die Romantik eines Segelschiffs aus dem 18. Jahrhundert weckt die Sehnsucht nach einer Reise mit der TAHITI BOUNTY nicht nur in vielen Touristen, sondern auch Einheimischen, denn es gibt in Französisch Polynesien mit seinen 250.000 Einwohnern anders als in anderen Regionen des Pazifiks einen ausgeprägten Lokaltouris-mus. Der großen lokalen und internationalen Nachfrage steht ein nur begrenztes Angebot gegenüber, denn die neue BOUNTY hat im Gegensatz zu den üblichen Kreuzfahrtschiffen, die in den letzten Jahren verstärkt in den Inseln Tahitis verkehren, mit lediglich 12 Kabinen für 24 Passagiere eine deutlich geringe Bordkapazität als die schwimmenden Hotels aus Stahl. Die TAHITI BOUNTY ist in ihrer Art und Größe im Südpazifik konkurrenzlos, und in Anbetracht des Nachfrageüberhangs ist von einem hohen Grad der Auslastung über das ganze Jahr auszugehen.

BOUNTY Aktivitäten
Vom Liegeplatz an zentralster Stelle im Hafen von Papeete, der Hauptstadt Tahitis aus startet die unter englischer Flagge fahrende neue BOUNTY ihre Reiseaktivitäten mit einem umfangreichen Spektrum von Zielen. Der historische Ankerplatz der BOUNTY William Bligh´s in der Matavai-Bucht wird als Anlaufpunkt für Halbtagsfahrten genutzt, während die Cooks-Bay auf Moorea und Tetiaroa, das Privatatoll des Schauspielers Marlon Brando, Ziele für Tagestouren darstellen. Mehrtagestörns führen durch die Welt der Gesellschaftsinseln bis nach Bora Bora, und das Highlight des Jahres bildet eine Fahrt der TAHITI BOUNTY nach Pitcairn, der 2.200 km südöstlich von Tahiti gelegenen Insel, auf der die Nachfahren der Meuterer heute noch äußerst abgeschieden leben. Neben dem planmäßigen Reisebetrieb kann die TAHITI BOUNTY bei entsprechender Nachfrage auch an Personen aus Politik und Wirtschaft verchartert werden. Zwischen den Reisetagen stellt die TAHITI BOUNTY am Hafenboulevard eine erstklassige Touristenattraktion dar und bietet eine Reihe von Dockside-Aktivitäten vom Schiffsbesuch über gastronomische Angebote von Schiffsrestaurant und -Bar bis hin zum Betrieb einer BOUNTY Boutique, in der die verschiedensten Souvenirs angeboten werden.

Die neue BOUNTY
Mit einer Länge von 40 m an Deck und einer Breite von 10 m wird die neue BOUNTY deutlich größer als ihr Urahn, so wie auch die Menschen von heute größer sind als vor mehr als zweihundert Jahren. Die äußere Gestaltung der TAHITI BOUNTY entspricht, so weit es die Sicherheitsvorschriften zulassen, absolut dem Erscheinungsbild des historischen Originals. Hinter dieser optischen Kulisse verbirgt sich ein den heutigen Bedürfnissen und dem Verwendungszweck entsprechendes Inneres. Die Passagiere erwarten an Bord zwei klimatisierte Passagierdecks, die ganz im Stil des 18. Jahrhunderts mit hochwertigen Holzvertäfelungen und Lederbezügen ausgestaltet sind. Während mittschiffs, wo sich im Originalschiff das Mannschaftsquartier befand eine entsprechend rustikale Cocktailbar untergebracht ist, findet sich im Heck - der "Kapitänskabine" - ein feinerer Restaurantbereich. Die zwölf Zweibettkabinen sind komfortabel ausgestattet und verfügen über ein privates Bad, in dem ausschließlich edle Materialien verarbeitet werden.
Der Schiffrumpf wird unterhalb der Wasserlinie strömungsgünstig optimiert und in moderner Bauweise formverleimt aus ausgewählten Hölzern der Sibirischen Lärche erstellt. Neben den 18 Segeln erhält die TAHITI BOUNTY zwei Dieselmaschinen als Hilfsantrieb sowie ein Bugstrahlruder, um das rund 700 Tonnen verdrängende Schiff auch im engen Hafenbecken von Papeete exakt manövrieren zu können.

Der Konstrukteur
Erste Konzeptzeichnungen für das neue Schiff wurden auf der Basis von Originalzeichnungen aus dem National Maritime Museum in London und ergänzenden Detailzeichnungen des Kanadiers John McKay von Herrn Prof. Dipl.-Ing. H.-Dieter Scharping aus Husby bei Flensburg erstellt. Herr Prof. Scharping ist seit vielen Jahren im Yachtbau tätig und arbeitete nach seinem Studium auf mehreren großen Werften, zuletzt in leitender Position bei Blohm & Voss. Seit 1971 ist Herr Prof. Scharping selbständig als Yachtkonstrukteur, Gutachter, Berater und vereidigter Sachverständiger tätig. An der Hochschule für Technik in Bremen erhielt er eine Professur für Yachtkonstruktion und Yachtbau und veröffentlichte seine Erfahrungen auch in einem Buch, das im Delius Klasing Verlag erschien.
Mit der Erstellung der detaillierten Konstruktionszeichnungen soll der international bekannte Schiffsdesigner Tony Castro aus Southampton, England, beauftragt werden. Tony Castro arbeitet seit Jahren für namhafte Werften wie JONGERT, und hat mit der TENACIOUS seine Kompetenz im Bereich auch größerer Passagierschiffe unter Beweis gestellt. Die im Jahr 2000 in Betrieb genommene TENACIOUS ist in der gleichen Bauweise wie die geplante TAHITI BOUNTY entstanden, und war mit einer Länge von 50 m an Deck das größte Holzschiff, das in England in den letzten 100 Jahren gebaut wurde.

Die Werft
Für den Bau der TAHITI BOUNTY besteht ein Vorvertrag mit der navcon naval consulting GmbH in Peenemünde auf der Insel Usedom. Der Geschäftsführer der Werft, Detlev Löll, ist gelernter Stahlschiffbauer und Bootsbaumeister und wie Herr Prof. Scharping angesehenes Mitglied in einer Vielzahl maritimer Verbände. Die navcon Werft hat sich spezialisiert auf das Segment Segelschiffe ab 30 m Länge, und machte sich international einen Namen im Bereich der Großtaklerei. Sie lieferte unter anderem die Takelagen für die Kreuzfahrtschiffe "SEA CLOUD II" und "LILI MARLEEN" sowie das Segelschulschiff "GORCH FOCK". Detlev Löll und seine Mitarbeiter sind darüber hinaus auch als Restaurator von Museumsschiffen wie der "SEUTE DEERN" und "RICKMER RICKMERS" tätig gewesen, und mit dem Dreimaster "DUNBRODY", einem der BOUNTY ähnlichen Segelschiff, das in Irland im Auftrag des John F. Kennedy Trusts fertig gestellt wurde, bewies die navcon Werft ihre Fähigkeiten und Flexibilität auch auf internationaler Ebene.

Der Baustandort
Die TAHITI BOUNTY kann in einer neuen Werfthalle der navcon GmbH in Peenemünde auf der Insel Usedom gebaut werden, wo Besucher im Rahmen einer "Gläsernen Werft" während der mehr als zwei Jahre andauernden Bauphase die Entstehung des Schiffes verfolgen können. Eine in der benachbarten Halle untergebrachte BOUNTY historische Ausstellung vermittelt Hintergrundwissen über die Geschichte der Meuterei und informiert über das TAHITI BOUNTY Projekt. In Verbindung mit einer Südsee-Gastronomie und einem Souvenirshop bildet der Werft- und Ausstellungsbesuch ein wesentliches Element des Marketings mit der Zielsetzung, aus dem Strom von mehr als 500.000 zu erwartenden Besuchern am Standort des Schiffsbaus zukünftige Reisegäste zu gewinnen.
Alternative Standort werden zur Zeit noch überprüft. Insbesondere besteht auch in Duisburg die Möglichkeit, im Ballungszentrum Ruhrgebiet mit dem Bau der BOUNTY neue Impulse zu setzen.
Auch wenn bei der Wahl des Standortes der Aspekt der Gläsernen Werft eine wichtige Rolle spielt, steht der eigentliche Bau des Schiffes im Mittelpunkt der Betrachtungen. Die Kompetenz der Werft und die Qualität der Arbeit sind unter Berücksichtigung der veranschlagten Baukosten und der möglichen touristischen Effekte die entscheidenden Faktoren für die endgültige Beauftragung der Werft.

Der Initiator
Für das Projektmarketing, zu dem auch Berichte in Druckmedien, Radio und Fernsehen sowie eine umfangreiche Internet-Präsenz gehören werden, ist die BOUNTY Projekt Management GmbH zuständig, die gleichzeitig Initiator und Koordinator des gesamten Projekts ist. Die BOUNTY Projekt Management GmbH wurde Ende 2002 von dem Verkehrsingenieur Joachim Pohnke gegründet, der damit nach einer mehrjährigen Vorbereitungszeit begonnen hat, die 1998 entstandene Idee, eine BOUNTY nach Tahiti zu bringen, in die Tat umzusetzen. Der Weg zur Realisierung des Vorhabens hat sich über die Jahre entwickelt. Hierzu bedurfte es einer Vielzahl von Kontakten und Gesprächen, Ratschlägen, Beurteilungen und Gutachten. Heute stehen dem Projekt auf internationaler Ebene eine Vielzahl von Spezialisten beratend zur Seite.

Die Investitionskosten
Die Investitionskosten für die Erstellung der TAHITI BOUNTY bis zur Inbetriebnahme des Schiffes in der Südsee betragen unter Berücksichtigung eines 5 % igen Sicherheitszuschlags 15 Millionen EUR. In diesen Kosten sind nicht nur die Beauftragung der Werft mit dem Schiffsbau, der mit rund 10 Millionen EUR veranschlagt wird und die Erstellung der Konstruktionspläne durch Tony Castro berücksichtigt, sondern auch sämtliche Nebenkosten von den Geldbeschaffungskosten, während der Bauphase anfallenden Darlehenszinsen über Kosten der Verwaltung und des Projektmarketings bis hin zur Einfuhr des Schiffes in Französisch Polynesien.

Die Wirtschaftlichkeit
Die Einnahmen aus dem Betrieb der TAHITI BOUNTY als außergewöhnlichem und einzig-artigem Ausflugs- und Kreuzfahrtschiff variieren je nach dem Spektrum der Aktivitäten. Die maximalen Einnahmen, die sich an Spitzentagen aus einer Kombination von Fahrten mit Übernachtungsgästen und der Durchführung von Tagesausflügen erzielen lassen, liegen bei über 22.000 EUR / Tag.
Die Kostendeckung ergibt sich bei einer Betriebszeit von 344 Tagen / Jahr und einer durchschnittlichen Auslastung von 60% bei Einnahmen von rund 4,6 Millionen EUR.

Die Finanzierung
Die Finanzierung soll im Wesentlichen durch private Investoren und eine bankseitige Co-Finanzierung erfolgen und durch Einnahmen aus der Vergabe von Werberechten unterstützt werden. Des weiteren wird auch die Möglichkeit öffentlicher Förderungen geprüft.
Die BOUNTY Projekt Management GmbH führt derzeit Gespräche mit der Anwaltskanzlei Dr. Werner, Dr. Kobabe und Collegen in Göttingen. Herr Dr. Werner ist seit 1983 spezialisiert auf die Eigenkapitalbeschaffung für mittelständische Unternehmen und hat in dieser Zeit für mehr als 300 Unternehmen Emissionsprospekte erstellt, die über den außerbörslichen Markt zu einer privaten Beteiligung an den Unternehmen in Höhe von über 3 Milliarden EUR geführt haben. Durch eine Vielzahl von Publikationen auch im Auftrag des Bundeswirt-schaftsministeriums ist Herr Dr. Werner in der Fachwelt bestens bekannt.